Finanzaufsicht sieht Risikoeinstufung offener Immobilienfonds kritisch

Über Jahrzehnte hatten offene Immobilienfonds (OIFs) den Ruf einer soliden Portfoliobeimischung – nicht sehr renditestark, aber schwankungsarm und mit geringem Verlustrisiko. Doch die Branche ist unter Druck geraten, insbesondere durch steigende Zinsen und durch strukturelle Markttrends im Gewerbesegment. Die Anleger reagieren auf die kargen Renditen und die wachsenden Unsicherheiten mit Rückzug: Mehr als zehn Milliarden […]
ONLINE-MAGAZIN

Versicherungs-News

Ob Neuigkeiten, wichtige Änderungen oder nützliche und gewinnbringende Tipps, wir halten Sie auf dem Laufenden. Schauen Sie daher öfters mal vorbei und verpassen Sie nichts.

Über Jahrzehnte hatten offene Immobilienfonds (OIFs) den Ruf einer soliden Portfoliobeimischung – nicht sehr renditestark, aber schwankungsarm und mit geringem Verlustrisiko. Doch die Branche ist unter Druck geraten, insbesondere durch steigende Zinsen und durch strukturelle Markttrends im Gewerbesegment. Die Anleger reagieren auf die kargen Renditen und die wachsenden Unsicherheiten mit Rückzug: Mehr als zehn Milliarden Euro zogen sie seit Januar 2025 unterm Strich aus OIFs ab, woraufhin zwei Fonds bereits einen Rücknahmestopp verhängten.

In diesem Kontext dürfte auch ein Interview von Marc Branson, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), mit der „Süddeutschen Zeitung“ nicht als vertrauensbildende Maßnahme wirken. Der oberste Finanzaufseher der Republik moniert einen häufig „vertriebsgetriebenen Verkauf“ von OIFs, die vorwiegend in Banken und Sparkassen angeboten werden. Zudem sei es fragwürdig, dass die Fonds oft der niedrigsten Risikoklasse zugeordnet werden. Die vorgeschriebenen Beratungsprotokolle seien kaum hilfreich für die Anleger, da sie zu schwer verständlich seien.

Aktuelle News

Jede siebte Unfallversicherung erhält Top-Note
Die private Unfallversicherung gehört zur Standard-Risikovorsorge, weshalb das Tarifangebot auf dem deutschen Markt riesig und kaum zu überblicken ist. Für Orientierung sorgt das renommierte Analysehaus Franke und Bornberg mit einem jährlichen Rating. Diesmal befanden sich 474 Tarife von 86 Versicherern auf dem Prüfstand. Es galt, in 66 Detailkriterien zu überzeugen und zudem zwei Bedingungen zu […]
Hohe Temperaturen kosten halbes Prozent Wirtschaftsleistung
Den Hitzewellen dieses Sommers fielen in Europa Zehntausende Menschen zum Opfer. Nach einer Schätzung der Allianz sind daneben auch die wirtschaftlichen Schäden enorm: Die Wirtschaftsleistung Europas hat sich demnach infolge der hohen Temperaturen um 113 Milliarden Euro verringert, das entspricht knapp einem halben Prozent. Am stärksten getroffen hat es Italien mit Einbußen von 28 Milliarden […]